Mehrgenerationenspielplätze in Börger, Rastdorf und Werlte

Werlte LEBEN auf dem Hümmling

Die Gemeinden Börger, Rastdorf und die Stadt Werlte haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um in ihren Gemeinden Mehrgenerationenspielplätze (MGSP) einzurichten. Ein solcher Platz ist ein Ort, an dem Menschen verschiedener Altersklassen ein integriertes Freizeitangebot vorfinden. Ein MGSP hat einen generationsübergreifenden und integrativen Charakter. So wird nicht nur Kindern und Jugendlichen eine moderne und attraktive Spielstätte geboten, sondern auch Angebote für Eltern und Senioren vorgehalten. Mit dem MGSP wird ein zusätzlicher Begegnungsort für Jung und Alt geschaffen und stellt so ein lohnendes Ausflugsziel dar, auch für Gäste der Gemeinden bzw. der Region.

In einigen Abstimmungsgesprächen der Projektpartner kam es zum Informationsaustausch untereinander und zur gemeinsamen Entwicklung der Planungen. Die drei Teilprojekte stellen sich in Bezug auf Lage, Angebote und Kosten sehr unterschiedlich dar. Dieser Umstand führte zu intensiven Gesprächen und Abwägungen zu den jeweiligen Planungen. Eingebunden sind dabei neben den Gemeinden auch Ehrenamtliche wie Vereine, KLJB und die Dorfgemeinschaften.

Durch die Beteiligung von Einwohnern und Vereinen wird ein hohes bürgerliches/ehrenamtliches Engagement erreicht und der MGSP stößt auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.

Die Stadt Werlte übernahm die Federführung bei der Beantragung und Umsetzung dieses Kooperationsprojektes.

Gemeinde Börger:

Das Projektvorhaben wurde in einem Wohngebiet umgesetzt. Es handelt sich um ein Neubau mit einer Größe von rd. 1.600m². In Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen wie z. B. der KLJB Börger oder dem Förderverein für Kinder und Jugendarbeit Börger e.V. sowie mit den Anwohnern wurde zusätzlich und damit außerhalb des Förderantrages ein grünes Klassenzimmer sowie die Zaunanlage erstellt.

Es sind unterschiedliche, generationsübergreifende Angebote vorhanden wie bspw. ein Rutschberg, ein Kletterspiel, Sitzmöglichkeiten mit Sonnensegel oder Seilbahn.

Gemeinde Rastdorf:

In dieser Gemeinde wurde ein eher zu kleiner und in die Jahre gekommener Spielplatzbereich am Dorfplatz ausgebaut. Der Spielplatz verfügt über eine Größe von rd. 630m². Der Standort befindet sich am Kindergarten. Der Sportplatz, die Turnhalle, Heimathaus und Gemeindeverwaltung befinden sich in direkter Nachbarschaft.

Die Idee für einen neuen, größeren und interessanteren Spielplatz kam aus der Bevölkerung. Das Ziel dieser Initiative war es, dass Bewegung und Kreativität gefördert wird und der Spielplatz sich zukünftig als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft entwickelt. Ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel rundet das Angebot vor Ort ab. Es wurde ein Ort der Begegnung aller Generationen in der Gemeinde geschaffen. Wichtig war bei der Entwicklung und Konkretisierung, dass der Spielplatz auch von Gehbehinderten bzw. Rollstuhlfahrer/in problemlos befahren werden kann.

Neben den Einheimischen steht dieser Platz auch Gästen der Gemeinde bzw. der Region zur Verfügung, da der Hümmlinger Pilgerweg mit einem Abstecher angebunden ist, sich vor Ort ein Schulkinderwald, der für Jung und Alt interessant ist, befindet und die Emsland-Radroute auch hier vorbeiführt.

Stadt Werlte:

Ein bestehender Spielplatz, Lüttke Esch, zwischen Lessingstraße und Eichendorffstraße mit einer Größe von 3.600m² wurde im Rahmen dieses Kooperationsprojektes aufgewertet. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Mühle und der Jugendclub. Grundlage dieses Projektes war die Erarbeitung eines Spielplatzkonzeptes für die Stadt Werlte verbunden mit einer Fragebogenaktion.

Es wurden vier unterschiedliche Freizeitbereiche für alle Generationen geschaffen (Spielplatz, Bolzplatz, Gemeinschaftsspielfeld, Fitnessbereich). Die Wege sind gepflastert worden (Nutzung für Menschen mit Rollatoren, Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer). Bei den Sitzbänken kamen erhöhte Bänke zum Einsatz (Ältere können diese einfacher nutzen). Separate Sitzmöglichkeiten für Jugendliche wurden ebenfalls eingeordnet.