Soziales Kaufhaus

Sögel LEBEN auf dem Hümmling

Der Malteser Hümmling e. V. mit Sitz in Sögel betreibt bereits seit 2007 das soziale Kaufhaus in Sögel. Im Jahr 2009 ist das Kaufhaus mit dem Erwerb des alten Feuerwehrhauses an den jetzigen Standort Ulmenstraße 8 umgezogen. In vielen kleinen und großen Schritten wurde aus den bisherigen Garagenteilen der Feuerwehr das Kaufhaus stetig aus- und umgebaut und dem jeweiligen Bedarf angepasst. Dabei wurde viel Arbeit durch ehrenamtliches Engagement der Helferschaft geleistet.

In den ca. 90m² großen Verkaufsräumen wird den Kunden ein breites Angebot an Kindersachen, Damen- und Herrenartikeln, Schuhe und Taschen, Bettwäsche, Gardinen, Spielsachen und Haushaltsbedarf angeboten. Das soziale Kaufhaus bekam im Jahr 2015 eine besondere Bedeutung, da viele zusätzliche Kunden durch den Flüchtlingsstrom eingekleidet und versorgt werden mussten. Auch jetzt noch wohnen über 150 Flüchtlingsfamilien in Sögel und Umgebung. Die Samtgemeinde Sögel zeichnet sich auch dadurch aus, dass über 2.500 Werksarbeiter u. a. aus Rumänien, Ungarn und Polen, manchmal auch nur zeitweise - berufsbedingt hier ansässig sind, sodass auch hier ein Bedarf nach einem sozialen Kaufhaus besteht.

Das Kaufhaus hat jeden Tag von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr und Donnerstag nachmittags geöffnet. Durchschnittlich besuchen 30 Kunden täglich das Hümmlinger Kleiderstübchen. Besonders viele sozialschwache Familien decken sich ein mit Kinderkleidung und Zubehör für Säuglinge.

Seit Januar 2019 sind zwei Starterjobber unter einer hauptamtlichen Leitung im Lager und im Verkauf eingesetzt und finden so eine Eingliederung in das Berufsleben. Unterstützungsarbeit leisten sechs weitere ehrenamtliche Helferinnen.

Durch die Vergrößerung des Angebotes und um die Möglichkeit ein breites Produktangebot dauerhaft vorzuhalten, wurde bislang improvisiert und die Annahme von (Kleider-)Spenden mit Sortierung vor drei Jahren in den vorderen Garagenteil, einer ehemalige Fahrzeughalle verlegt. In diesem Teil befanden sich weder eine Heizung oder Isolierung noch eine Abtrennung zur Entsorgungsstelle für nicht verwertbare Spenden. Eine energetische Verbesserung war erforderlich, auch im Sinne der dort tätigten Mitarbeiter/innen. Daher war es aus Sicht des Projektträgers geboten, die räumlichen Bedingungen zu verbessern und durch eine zentrale Annahmestelle zu optimieren. Im Rahmen der Umbaumaßnahme wurde gleichzeitig im mittleren Gebäudebereich ein neuer Eingang angelegt. Hier gibt es nun eine Kundeninformation mit Spendenannahme. Spenden können damit sehr unkompliziert im Bereich der Vorsortierung angenommen werden.